Über mich

zur Person...
Nachname Kittendorf
Vorname Bernd
Jahrgang 1959
Familienstand verheiratet, seit 2010
Wohnort Ludwigshafen am Rhein, Deutschland (Germany)
genauer Mörikestraße
und: siehe Impressum
Beruf Regierungsamtsrat a.D.
Diplom-Verwaltungswirt (FH)
netter Mensch ja, bestimmt!
   


Bilder von mir...

Ja, so sieht er aus, der Bernd Kittendorf... Klick zum Vergrößern
Bernd Kittendorf am 27.02.2002 Klick zum Vergrößern
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Und worüber ärgere ich mich, wenn ich mich denn mal ärgere?

Na, zum Beispiel über diejenigen, die ohne nachzudenken (oder gar schlimmer!) die behindern, die man Behinderte nennt. Zu dem Thema kommt recht schnell viel Text zusammen, drum gibt es dazu hier eine Extra-Seite die Behinderer.
(bk, 2012-08-01)

Mütter müssen in Jena vor der Benutzung einer Straßenbahn beim Verkehrsbetrieb eine Schulung in Zusammenarbeit mit dem TÜV Thüringen absolvieren, wie mit einem Kinderwagen und den Kindern umzugehen ist, um eine Mitnahmeerlaubnis zu bekommen. Als Nachweis ist eine Plakette an den Kinderwagen zu kleben. Diese Plakette ist persönlich und nicht übertragbar, gilt nur in Jena, für Reisen in andere Städte gilt die natürlich nicht. Nicht jeder Kursteilnehmer erfüllt die Voraussetzungen und erhält nach der Prüfung eine Plakette. 18 Betroffene hatten drei Zertifizierungstermine wahrgenommen, nur 10 erhielten die Plakette war in der regionalen Presse zu lesen. Ein Fachmarkt für Baby-Artikel bietet spezielle Plakettenhalter, damit je nach Reiselust künftig problemlos die Plaketten von bis zu zwölf Städten gleichzeitig sichtbar mitgeführt werden können. Der Verkehrsbetrieb sucht die Zusammenarbeit mit anderen Nahverkehrsbetreibern, damit Touristinnen schon vor einer Reise nach Jena in der jeweiligen Heimatstadt eine vergleichbare Prüfung ablegen können, schließlich wolle man dem Tourismus keine Hindernisse in den Weg legen, so ein Sprecher. Sie denken, das ist Quatsch? Na ja, bisher ist als erste Stufe nur eine solche Schulung mit Plaketten-Zwang für Benutzer von E-Scootern vorgesehen und eine Lösung für Besucher von außerhalb der Stadt ist bei den Engstirnigen auch noch nicht spruchreif, doch absurd genug ist das für sich genommen ja auch schon. Details über Prüfungsordnung und Prüfungsgebühren sowie ein verbindlicher Lehrplan liegen mir nicht vor, die Sache mit der Plakette kann man aber im Internet nachlesen. Die Seite E-Scooter-Fahrer erhalten "Mitnahmeerlaubnis" mit Stand erster März (nicht April!) 2016 ist nicht schwer zu finden, im Flyer "Barrierefrei und sicher mobil" kann man sich das Muster der grünen Plakette anschauen. Gut, daß ich da nicht wohne. Wenn man sich mal die Rollstuhl-Plätze in den neuen Tramino-Straßenbahnen dort angeschaut hat, wird einem klar, daß Behinderte dort keine Lobby haben und nicht auf vernünftige Lösungen hoffen dürfen.
(bk, 2016-05-23)

Das massenhafte Küken-Töten ist mit dem Tierschutzgesetz vereinbar - so jedenfalls lautet kurz und knapp ein Urteil, von dem ich am 20. Mai 2016 hörte. Grauenhaft und abstoßend ist das im Ergebnis. Viele Millionen männliche Küken werden jährlich nach dem Schlüpfen durch Vergasen oder Schreddern getötet - und das sei mit dem Tierschutzgesetz vereinbar, weil die Aufzucht einen unverhältnismäßig großen Aufwand bedeuten würde. Das Tierschutzgesetz erlaube das Töten von Tieren, wenn dafür ein vernünftiger Grund vorliege. Das Töten sei "Teil der Verfahren zur Versorgung der Bevölkerung mit Eiern und Fleisch", so jedenfalls das abartige Ergebnis. Im ersparten Aufwand und höheren Gewinn wird also ein vernünftiger Grund im Sinne des Gesetzes gesehen. Angesichts dieser Argumentation muß das Tierschutzgesetz falsch sein und sollte umgehend entsprechend korrigiert werden. Ob da Bewegung rein kommt - eher nicht bei dieser Regierung.
Immerhin haben schwerkranke und alte Menschen, Gestrauchelte und Langzeit-Arbeitslose Glück - noch steht der schillernde Begriff vernünftig nicht in den sie betreffenden Regelungen. Jedenfalls noch nicht so direkt. Aus Kostengründen könnte sonst - aber vertiefen wir das besser nicht.
Oder noch besser: an den Pranger damit, denn ... die Bundesregierung lehnt ein Verbot ab und setzt auf technische Lösungen, die bald marktreif sein sollen. Dabei wird bereits vor dem Schlüpfen erkannt, welches Geschlecht der Embryo hat. Wer vor dem Leben keinen Respekt hat, unter Werte nur noch Geld versteht, kommt früher oder später von Wunsch-Küken-Embryos (bei Nichtgefallen - weg damit) über Wunsch-Embryos (bei Nichtgefallen - weg damit) und dann von prenataler Abtreibung bei seiner Spezies und postnataler Abtreibung bei einer anderes Spezies zu postnatalen Wunsch-Lösungen, nicht nur beim Geflügel. Manche Büchsen (oder Krüge) aufmachen taugt nichts, fragt bei Pandora oder Epimetheus.
(bk, 2016-05-21)

Gestern bekam ich Post mit der Post, was ja zunächst nicht ungewöhnlich ist. Spam kommt per eMail, Post kommt mit der Post. Renault will mir einen Dacia verkaufen. Ein vernünftiges Auto. Hatte ich nicht gerade eine gerichtliche Entscheidung zum Begriff Vernunftsgründe gehört? Es geht also um Geld, Gewinnmachen, Tricksereien? Wie hieß das Produkt, daß ich mit diesen Begriffen assoziieren soll? Wieso schreibt mir Renault? Noch mal genauer lesen. Die Deutsche Post Direkt GmbH sei die für die Adressdaten verantwortliche Stelle, schreibt mir Renault. Ich solle doch den Datenschutzbeauftragten von Renault anschreiben, wenn ich künftig keine Angebote mehr erhalten möchte. Gegen Spam in der eMail habe ich diverse Filter, gegen Spam wegen der Post und in der Post hilft der leider nicht. Briefmarken bei der Post kaufen, jeden Post-Spammer anschreiben und damit sozusagen eine Belohnung und einen Zusatzerlös neben dem Ertrag aus dem Adresshandel an die Post gewähren, daß könnte dem Konzern so passen. Also mache ich etwas Vernünftiges: nicht ärgern und als gutes Mitglied der Wegwerf-Gesellschaft etwas wegwerfen - diese Spam-Post und auch alle folgenden. Ich bin mal gespannt, ob meine eMail an den Datenschutzbeauftragten von Renault etwas bewirkt, in dem ich mir solche Zusendungen verbitte.
(bk, 2016-05-21)

Reichtum an sich sei nichts Schlechtes. Aber Geiz ist nicht geil. Manchmal ärgert mich, daß Selbstverständlichkeiten so lange nicht deutlich angesprochen werden. Ob es nun um Christen geht, die ein Papst daran erinnern muß, daß niemand zugleich Gott und dem Mammon dienen kann oder solche Menschen, die jedwede Religion für sich (und andere) ablehnen und doch so tun, als ob sie Ethik nicht nur buchstabieren könnten, sondern sogar wüssten, worum es dabei geht. Papst Franziskus hat Lohndumping als Todsünde verurteilt. Wer andere für den eigenen Profit hungern ließe oder mit kurzzeitigen Verträgen ohne soziale Absicherung beschäftigte, der sei ein Blutsauger. Recht hat er. Wie werden wohl die Arbeitsbedingungen sein, wenn das Schnäppchen im Laden weniger kostet, als das Rohmaterial und der Transport vom Herstellungsort bis dort kosten müßte?
(bk, 2016-05-20)

Statistik = Unsinn, diese Idee kam mir, als ich von der Umfrage der Aktion Mensch zur Barrierefreiheit in deutschen Großstädten hörte. Gefragt wurde ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung. Na toll, und was soll das bringen? Kaputte Aufzüge, daran erinnern sich vielleicht auch Radfahrer, die am Bahnhof den Drahtesel die Treppe zum Bahnsteig tragen mußten. Und Eltern, denen es mit dem Kinderwagen so geht. Die sind dann jedoch nicht mit einem beliebigen Zug an einen anderen Bahnhof gefahren, um von dort einen neuen Weg zu ihrem Ziel zu suchen, weil sie wegen des defekten Aufzugs den Bahnsteig nur so verlassen konnten. Ob es denn ein Rollstuhl WC in einem Restaurant gibt, da bekommen Rollstuhlbenutzer wie ich eher keine ansatzweise brauchbare und richtige Antwort. Oft nicht mal beim Anruf im Lokal. Gibt es eine Zahnarzt-Praxis im Ort, in die man auch als Rollstuhlbenutzer gelangt? Sind die Wahllokale barrierefrei? Antworten zu so speziellen Fragen dürften noch weniger in der Allgemeinheit bekannt sein. Wird es doch wohl geben - das hilft nicht. Und eine solche Statistik auch nicht.
(bk, 2016-05-18)

Der Hotel Reservation Service kurz HRS, über den ich in der Vergangenheit immer mal wieder Hotel-Reservierung vorgenommen habe und der mir bisher regelmäßig seinen Newsletter per eMail geschickt hat, sorgte vorhin für reichlich Verstimmung bei mir. Thema des aktuellen Newsletters waren Angebote zu Adults only: Hotels nur für Erwachsene! Unter diesem Stichwort geht es darum, in Hotels Ruhe vor bestimmten anderen Menschen zu haben, in diesem Fall eben vor Kindern. Klar, es geht so einer Firma nur um das Geschäft und nicht um die damit verbundene Einstellung zu den Mitmenschen. Manche Eltern werden von ihren Kindern genervt oder mögen generell Kinder nicht (extrem: Kinderhasser), andere wollen dem Altern nicht ins Angesicht blicken, nicht nur aus Angst vor dem eigenen Altern (kurzum: Faltenhasser), andere mögen einfach andere Hautfarbe, Rasse oder Geschlecht oder sexuelle Orientierung nicht (Sammelbegriff: Menschenhasser). Ich kann die Einstellung dieser Menschen nicht ändern, wohl aber ändern, mit wem ich Geschäfte mache. Also habe ich diese eMail an HRS geschrieben: ... ich habe heute Ihren Newsletter zu "Adults only: Hotels nur für Erwachsene!" erhalten. Ohne auf die Frage abzustellen, ob es rechtlich oder moralisch in Ordnung ist, daß Hotelbesitzer Angebote solcher Art machen, ist es für mich keineswegs in Ordnung, solche Angebote auch nur zu betrachten. Ich ersuche Sie daher, mir keinerlei Newsletter mehr zukommen zu lassen; ich habe meinen Spam-Filter soeben entsprechend umgestellt. Hotels, die Ruhe vor jungen Menschen versprechen, Hotels, die den Anblick von Alten und Behinderten ersparen, solche, bei den man von Menschen mit anderen Muttersprachen sicher ist? Wo soll das enden? Interessenten mag es für solche Angebote geben, doch wer sie unterbreitet, mit dem will ich nichts zu tun haben...
(bk, 2016-03-24)

Firma Ista ist da auch so ein spezieller Fall als Ärgernis. Früher sollten die sich in meiner aktuellen Wohnanlage um die Heizkostenabrechnung kümmern. Allerdings war die Zahl der Irrungen und Wirrungen (unter anderem: Zähler nicht abgelesen, Zähler falsch den verschiedenen Wohnungen zugeordnet (teilweise im Folgejahr wieder!) und auch das: nach mehreren Besuchen Wasserzähler nicht erneuert trotz längst abgelaufener Fristen, weil der zu fest sitzt) so erschreckend hoch, daß bei der Eigentümerversammlung für einen Wechsel des Dienstleisters gestimmt wurde. Ok, inzwischen haben wir dafür eine andere Firma. Nun haben die nur noch einen Vertrag bezüglich Rauchwarnmeldern. Vor ein paar Wochen kam jemand von Ista, um in meiner Wohnung zwei Rauchwarnmelder zu tauschen, die nicht mehr reagieren würden. Einer hatte zwar eine andere Nummer, wurde aber getauscht, der andere hängt nicht in meiner Wohnung. Heute kam wegen des Austauschs eines angeblich dauernd piependen Rauchwarnmelders ein Servicepartner Greiner zu uns. Unklar nur, wieso der zu uns kam - die Rauchwarnmelder bei uns haben nicht gepiept. Also Anruf bei Ista, was da los sei. Nach dem einleitenden Quatsch von deren Telefonansage kam eine Frau ans Telefon, die mir allerdings nicht weiter half. Frau Fischercc (Name von der Radaktion geändert) teilte mir mit, daß keinerlei Auskünfte möglich seien und ich mich an die Hausverwaltung wenden solle, weil zwischen uns keine Vertragsbeziehung bestünde. Wieso kam denn eine Karte von Ista an mich, die den Besuch eine Woche vorher ankündigte (in so einem Fall!), schließlich besteht doch keine Vertragsbeziehung und Ista hätte den Besuch über die Hausverwaltung ankündigen müssen? Das konnte die Hausverwaltung aber nicht, dort war jedenfalls von einem Auftrag wegen laufend piepender Rauchwarnmelder nichts bekannt...
(bk, 2015-09-22)

Inzwischen habe ich gehört, es gäbe doch einen Auftrag, allerdings ginge es um die routinemäßige Prüfung der Geräte und ich hätte niemanden in die Wohnung gelassen. Auf dem Kärtchen, auf dem der Service-Partner angekündigt wurde, ist allerdings Austausch angekreuzt. Chaos-Laden, nerviger.
(bk, 2015-09-29)

Telefongesellschaften. Können Sie sich vorstellen, daß Sie einen Anruf bekommen mit der Frage, wieso Sie Ihren Telefon-Vertrag gekündigt haben? Na klar, das machen die so, das ist normal. Auch in dem Fall, daß Ihnen Ihr Anbieter gekündigt hat? Na klar, das machen die so, das ist heutzutage auch normal. Jedenfalls für die Telekom. Weil mein "analoger" Telefonanschluß (im Vertrag nennt sich das Call & Surf Comfort VDSL/Universal und enthält ISDN und VDSL 50) nicht mehr fortgesetzt werden kann, weil man ihn kündigt, kündigt man ihn seitens des Anbieters. Immerhin hat das viele Vorteile für mich, sagte zumindest das Mitglied der Drückerkolonne, das mich telefonisch zu einem Neuabschluß überreden sollte. IP-Telefonie sei digital und ich könne mit ADSL 16.000 schneller surfen als mit einem 6.000er Vertrag. Das ist zwar in sich richtig, an der Stelle aber nur irreführend. In den Zeiten, als Pferde noch als Nutztiere weiter verbreitet waren, hätte ein Mitglied des Berufszweigs der Roßtäuscher für einen lahmen, alten Klepper auch lobende Worte gefunden. ISDN steht für Integrated Services Digital Network, nicht für Integrated Services Analog Network. Der Unterschied zum Analog-Anschluß besteht in der digitalen Übertragung bis zum Endgerät. Bei 16.000 statt 50.000 ist auch kein Geschwindigkeitsvorteil zu erwarten. Und auch im gleichbleibenden oder kleineren Preis bei schlechterer Leistung erkennt nicht jeder einen Vorteil. Ich jedenfalls nicht. Was sagt der Telefonladen dazu? Ja, nun sei 16.000 möglich, das wäre schneller als 6.000. Na super, und was ich derzeit laut Vertrag hätte? 50.000, aber in seltenen Ausnahmefällen bla bla und künftig ja digital bei besserer Sprachqualität bla bla und 16.000 möglich. Nochmals eine Aussage eines Drückers am Telefon: auch bei IP-Telefonie könne ich weiter per ISDN telefonieren. Ach! Ein ISDN-Telefon an einem geeigneten Router, das geht. Aber per ISDN telefonieren eben nicht. Ob er denn ernsthaft glauben würde, daß ich bei einer Störung der Internet-Verbindung mittels IP-Telefonie von diesem Anschluß aus telefonieren könnte? Nein, aber per Handy. Na klasse, also nicht dusselig sondern nur verschlagen, sonst hätte er das nicht erkennen können. Dämpfung und freie Ports ist noch so etwas aus der gern genutzten Ecke der Scheinargumente. Der Kunde wird das nicht richtig zuordnen können und die eigentlich ungewollte Alternative akzeptieren, so die nicht unbegründete Hoffnung. Und wenn er denn nicht will, auch egal, denn (1.) es sind genug Fische im Teich und (2.) irgendwann kriegen wir dich.
(bk, 2015-09-22)

Auch wenn in manchem Möbelstück heutzutage relativ wenig Holz verarbeitet ist, die Branche verbraucht viel Holz. Das wurde mir vorhin beim Blick auf die Prospekte deutlich. Von vier Möbelhäusern waren diesmal mehrseitige Beilagen im Wochenblatt. Wenn nicht in den Möbeln, dann steckt das Holz eben in der Papierherstellung für Prospekte.
(bk, 2012-08-01)

Wenn der Deckel der Verpackung größer wird und statt 200 gr nun 175 gr drin sind, dann sprechen manche Menschen von Mogelpackungen. Doch in einem der wenigen Fernseh-Beiträge, die ich in letzter Zeit so gesehen habe, habe ich eine andere Sicht kennengelernt. Ein Lobby-Vertreter fand diese Darstellung nicht in Ordnung. Die (nach erfolgreicher Lobby-Arbeit) jetzt geltende Gesetzeslage erlaube solche Packungsgrößen und es seien gerade die Verbraucher, die kleinere Einheiten angeboten bekommen wollen. Und gegen gesetzeskonforme Verpackungen solle man doch nichts sagen. Ach so.
Traurig ist, wenn die Abfassung der Vorschriften erkennbar solchem Unsinn vorschub leistet.
(bk, 2012-08-01)

Die Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs in Deutschland wird von manchen Menschen für etwas gehalten, an dem es auch gute Seiten gibt. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat sie bejubelt und am 02. November 2012 hat auch der Bundesrat zugestimmt. Im Ergebnis ist das nicht gut für die Mehrzahl der Menschen, das Volk (... Alle Staatsgewalt geht dem Volke aus ...), für das alle Politik im Staate gemacht werden sollte. Allerdings ist es die konsequente Fortsetzung von anderen Schlägen gegen Eisenbahnen, gegen die Beschäftigung zu fairen Bedingungen, gegen die Umwelt, gegen die oft beschworene Nachhaltigkeit - auch die Solziale Nachhaltigkeit, gegen so vieles, was gut und richtig ist.
Wer sein Hirn nicht nur im Dauer-Standby betreibt, wird bei Ramsauers Formulierung schon merken, was eigentlich Ziel dieser Politik ist. Schon der Begriff "Liberalisierung" meint gerade das Abschaffen von Schutzvorschriften. Und da wundern sich Gewerkschaftler, wieso nur Augenwischerei (der Bericht zu Arbeits- und Sozialbedingungen im Jahr 2017) geboten wird, und so "Lohn- und Sozialdumping Tor und Tür" geöffnet wird? Der Minister hat es denen doch genau erklärt. Es geht ihm um "Unternehmen mit innovativen Geschäftsideen". Abzocker haben da bestimmt auch diese Ideen. The Working poor. Erwerbsarmut ist es aber nicht, was sich Eltern beim Gedanken an die Zukunft ihrer Kinder wünschen werden. Also spricht der Minister kurzsichtiges Denken und niedere Motive (Geiz) an, nennt es "attraktive Angebote für die Verbraucher", damit sich Kinderlose und Standbyhirnler angesprochen fühlen.

Sein "Das ist Teil unserer Politik, Mobilität für alle zu ermöglichen und zu verbessern" beschreibt also Busse, bei denen auch Rollstuhlbenutzer niederflurig rein- und rausrollen können und die eine geeignete Toilette an Bord haben? Klar, auf solche Auswirkungen braucht Politik keine Rücksicht nehmen, wenn es um große Ziele geht. Die Bevölkerung altert zunehmend und wünscht sich weiter Mobilität. Dafür ist der eingeschlagene Weg falsch.
(bk, 2012-11-02)

0 180er Nummern. Es gibt noch immer Stellen, die das als Service bezeichnen, was im Zeitalter der Telefon-Flatrates für die Kunden nur Zusatzkosten bedeutet. Wie beispielsweise der Renten Service (den betreibt die Deutsche Post AG, Service wird im Namen groß geschrieben, die Auskunft war aber nur bedingt richtig). Na ja, es geht schlimmer. Call-Center mit Externen über solche Nummern, das bieten nur die Unternehmen, die sich die Kunden vom Hals halten wollen. Professionell geführte, moderne Unternehmen eben. Bei meiner Bank gibt es inzwischen richtige Telefonnummern (bei Ihrer auch?). Der Mobilitätsservicezentrale der Bahn (da wird service nach meiner bisherigen Erfahrung zum Glück nur im Namen klein geschrieben) hat nun wenigstens auf 0180 6 umgestellt, also Anruf zum Festpreis.
(bk, 2014-01-01)

Per Mail habe ich wegen diverser unschöner Erlebnisse an den Verkehrsverbund RMV gewendet und nach zwei Wochen eine Stellungnahme erhalten (Sehr geehrter Herr Kittendorf, vielen Dank für Ihre Mail. Ihre Meinung zur Qualität im Nahverkehr ist uns wichtig! Aus diesem Grund freuen wir uns über Anregungen oder auch Ihre Kritik. Wir bitten Sie aber um Verständnis, dass der von Ihnen gewählte Weg über rmv@rmv.de oder info@rmv.de nicht für Kundenanliegen genutzt wird. Für alle Ihre Anliegen steht Ihnen auf unserer Internetseite unser Serviceportal zur Verfügung. Außerdem wird auf eine kostenpflichtige 0180er Nummer verwiesen. Gut, daß ich zur Erfassung von Stellungnahmen nicht auch ein Web-Portal eingerichtet habe, sonst wäre die Kommunikation mit Frau Schmidt von der Kundenkommunikation des RMV ganz unmöglich. Ansonsten ist aus meiner Sicht der in der Antwort zum Ausdruck gebrachte Grad an Servicebereitschaft ebenfalls unmöglich.
(bk, 2012-08-14)

Na zum Beispiel über die Navigationshilfe der Telekom. Nach einer Umstellung beim Internet-Anschluß war die plötzlich wieder ungefragt da. Statt einer Fehlerseite bekommt man nach einem Vertipper im Browser bei der Eingabe einer Web-Adresse einfach eine Seite mit Vorschlägen der Telekom angezeigt, was man denn gemeint haben könnte. Natürlich ist da nichts Brauchbares dabei, eigentlich nur Werbung. Sie wissen nicht, was das sein soll und worum es da geht? Dann geht es Ihnen nicht anderes, als der Frau im Call-Center der eben genannten Firma. Mein Anruf war nicht nur kostenfrei (0 800), sondern auch umsonst. Ok, bei meinem ersten Anruf sagte dort zwar ein Mann, da müsse nur etwas raus genommen werden, doch dann kam die Gehirnerweicher-Musik und das Gespräch wurde unterbrochen.
(bk, 2011-11-13)

Server im Internet zu betreiben ist ganz einfach. Web-Hosting anzubieten ist ganz einfach. Und wenn mal was nicht klappt, dann kann man das ja mit ein paar Klicks nach dem nächsten Wochenende ändern. Irgendwas klappt nicht, da ändern wir mal das Format der logfiles. Und ein paar Tage später wieder retour. Die Auswertungen von webalizer sehen so merkwürdig aus - welche Version nutzen Sie denn? Ach, die auf unserem Server? Hmm, nicht nachvollziehbar. Hoppla, da geht gesichertes FTP nicht. Schnell mal was ändern - geht es jetzt? Wochen später das gleiche Problem. Wie? In Ihrem Logfile stehen auch die Aufrufe der anderen Kunden, deren Seiten auf dem gleichen Server gehostet werden? Da muß wohl der Kunde mit seinem Passwort schludrig umgegangen sein!? Na ja, nun ist auch diese Website hier zu einem anderen Provider umgezogen und auf den Servern von gone ist Platz für neue Kunden. O, habe ich da was vergessen?
(bk, 2011-11-12)

Wenn man nur Anfänger dort einsetzt, wo Profis gefragt sind, dann läuft es eben nicht rund. Das konnten wir in einem IBIS-Hotel in Prag beobachten, wo ein paar Studenten im Frühstücksbereich unabsichtlich für Unterhaltung sorgten. Weder das Abräumen der Tische noch das Einsortieren von frischen Tabletts ging glatt - und dann rutschte das gut beladene Tablett einer älteren Dame von einer nicht richtig eingehängten Ablage. Erst war es amüsant, dann nur noch nervig. Da kauert sich diese junge Aushilfe auf ungeeigneten Schuhen zwecks Zusammenkehren auf den Boden, sichtlich bemüht, den Dreck nicht an die Kleidung zu bekommen und fuhrwerkt mit den langen Stielen des Besens und der Schaufel zwischen den durch die Trümmer laufenden anderen Gästen. Besen und Handfeger, ob es da einen Unterschied gibt? Daheim hat das wohl immer Mama gemacht. Die anderen Bediensteten schauten interessiert zu. Dann ging die genervte junge Aushilfe weg (die zuschauenden Kollegen auch) und die anderen Gäste latschten durch die restlichen Trümmer. Es wäre besser, wenn im Bedarfsfall den Gelernten ein paar Aushilfen zur Seite gestellt werden. Nur Aushilfen, das klappt nicht.

Ansonsten haben meine Frau und ich schon öfter in Hotels dieser Kette übernachtet und professionelle Leistung vorgefunden.
(bk, 2011-10-20)

Übrigens: sich ärgern bringt's nicht und andere ärgern ist auch nicht optimal. Es wäre für alle schöner, wenn es schöner wäre. Vielleicht regen die o.a. Beispiele ja Denkvorgänge bei den Betreffenden an. Und Denken ist ja bestimmt nicht sooo schädlich.

Selber "Denken" findet mancher anstrengend und sucht Unterstützung. Trotzdem, Bildungs-Fernsehen ist mit Vorsicht zu genießen und man sollte zuvor etwas über die Herkunft in Erfahrung bringen: "Der Mississippi ist der längste Fluß der Welt. Es gibt noch längere, doch die sind nicht in den USA.". Die darin enthaltene und zum Ausdruck gebrachte Sichtweise fand ich persönlich bärenstark.

Selber "Denken" zu anstrengend - Teil II. Mir ist folgendes Gerücht zu Ohren gekommen: in manchen Organisationen traut man "da oben" den eigenen Mitarbeitern wenig zu (nein es geht mir jetzt nicht um die alte Leier mit dem von sich auf andere schließen. Ein Tröpfchen Wahrheit steckt jedoch darin: wenn die Anführer mal Kutschen-Linien leiten und mal den Bau eines neuen Hafens für Luftschiffe, dann haben sie naturgemäß mit den Details nicht so viel Erfahrung, also mit anderen Worten den nötigen Abstand...). Deshalb schaltet man "Externen Sachverstand" ein, wenn es schwierig wird. Die angeheuerten Berater fragen dann die Chefs nach dem vorgesehenen Resultat und die Mitarbeiter der betreffenden Organisation nach Lösungsmöglichkeiten. Auf diesem Weg wird kostengünstig das gewünschte Resultat oder ein brauchbarer Lösungsansatz gefunden. Ist das Resultat auch durch Schönreden nicht als Erfolg zu verkaufen, dann hat der Berater Schuld. So wird auch Verantwortung tragen leichter.

Haben Sie auch den Eindruck, daß viele Ihrer Mitmenschen Nichtskönner sind? Erst kürzlich sind mir wieder ein paar Exemplare unangenehm aufgefallen. Sprechen Sie die nie direkt darauf an, einige davon würden es instinktiv - nicht intellektuell - verstehen und traurig oder wütend reagieren (daran hatte ich nicht rechtzeitig gedacht). Beides verbessert die Situation ja nicht. Heutzutage ist freundliches Umschreiben angesagt. Bekanntlich schreibt ein Arbeitgeber auch nichts von andauernden Fehlgriffen ins Arbeitszeugnis - von "ständig bemüht gewesen" ist die Rede.
Es gibt eben Menschen, die können nur vollautomatisch funktionierende Maschinen bedienen und sind einzig für das Ein- und Ausschalten und im Störungsfall auf Unterstützung angewiesen. So einer bekommt mehr Gehalt? Ist doch in Ordnung, der oder die kann auch privat nicht wirtschaften und ist deshalb darauf angewiesen.
Einige davon haben noch höhere Ansprüche an die Anderen, haben irgendwie ein Studium zu Wege gebracht oder sogar einen Dr. Strg-C/Strg-V gemacht. Tröstlich: als Manager sind die für richtig gut funktionierende Betriebe oder im Landesamt für die Versorgung der Kriegsversehrten des Dreißigjährigen Krieges durchaus unkritisch, wenn sie denn wegen Beförderung jeweils rechtzeitig in andere Bereiche wechseln und der bisherigen Abteilung genügend Zeit für die Regeneration zugebilligt wird.
(bk, 2014-07-18)

Von IT-Sicherheit und Datenschutz, hohen Standards (jeweils aus eigener Sicht) und Defiziten (die Sicht der anderen) ist in letzter Zeit in den Medien oft die Rede. Kürzlich auf einer Seite für sicheres Online-Banking gefunden: "Das angegebene Kennwort ist zu lang" und der Hinweis auf die Regeln für sichere Kennworte (eben nicht länger als 13 Zeichen und nur Buchstaben und Ziffern, keine Sonderzeichen!).
(bk, 2015-04-13)

... und wo bleibt der Humor?

Frage: Wie kommt es, daß Programmierer Halloween und Weihnachten nicht auseinander halten können?

Antwort: 31 OKT = 25 DEZ

Ok, ganz im Stil von: Es gibt 10 Arten von Menschen, diejenigen, die das Binärsystem verstanden haben und die, die es nicht verstanden haben, doch das kennen ja schon viele.
(bk, 2012-06-24)

Auch das Bild mit dem Baum voller Affen sollte man sich in Unternehmen, der Politik und in der Gesellschaft ruhig mal vor Augen führen: "Die da oben" fühlen sich wohl und beim Blick auf "die da unten" sogar bestätigt, denn sie sehen hauptsächlich lachende Gesichter. Beim Blick auf "die da oben" sehen "die da unten" hauptsächlich - - - Arschlöcher.

Auch wenn diese Sichtweisen - leider - nicht wirklich nur vom Tun von "denen da oben" abhängen, auch "die da oben" sollten moralisch und rechtlich einwandfreies Verhalten zeigen und sich nicht so aufführen, als müßten Belege dafür geschaffen werden, daß "die da unten" recht hätten.
(bk, 2012-08-03)

nu is aber gut...

Denk dran, ein halb leeres Glas ist immer auch ein halb volles Glas.

Wieviel Freunde kann man eigentlich mit schnellen Klicks im Internet pro Stunde finden?

Wann willst Du eigentlich die Liste zugeschickt bekommen? Die Liste mit den Namen und Gesichtern all derer, die um ihre Gesundheit oder gar ihr Leben, ihre Freude und ihre Jugend oder ihre Arbeitsstelle gekommen sind, weil Du immer gern ein Schnäppchen gemacht hast, alles noch billiger sein sollte, Du nie genug bekamst und Du bei dem Begriff Werte so lange gebraucht hast, zu verstehen, worum es dabei geht. Hoppla, habe ich die Frage zu früh gestellt?

Da war doch mal dieses Poster, Du erinnerst Dich bestimmt, mit der Frage Why? Was hast Du daraus für Dein Leben gelernt, was hast Du an Deinem Verhalten geändert?

Aber: auch Du wirst wissen, wozu Du da bist, wenn die Zeit dafür gekommen ist.

Wenn jemand sagt, daß der Sonnenschein die Freude bringt, dann hat er nie im Regen getanzt.

Es gibt nicht nur einen einzigen Weg, positive Veränderungen für sich selbst und andere zu erreichen. Verfolge Deine Träume, egal ob andere sie für unmöglich, unpraktisch oder unwichtig halten. Nur Du wirst wissen, was Dein Leben wertvoll und lebenswert macht. Tritt ein für das, was Du selbst für richtig und wichtig erachtest. Auch wenn so etwas nicht immer schön verläuft. Träume haben kein Verfalldatum, nie unterkriegen lassen. Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, dann gewinnst du soll einer gesagt haben, der es wissen sollte. Oder frei nach James Brown Say it Loud, I am ... and I am proud, aus 1968.
(bk, 2014-07-18)

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